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Die Kompetenzanalyse in Klasse 7

 
Die Kompetenzanalyse wird ab dem
Schuljahr 2010/11 an allen Haupt- und Werkrealschulen verbindlich für
alle Schülerinnen und Schüler der
7. Klasse durchgeführt.

Was ist die Kompetenzanalyse genau?

Da sich die Arbeitswelt mehr und mehr verändert und die Anforderungen in der Berufswelt steigen, wird eine möglichst individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler immer wichtiger. Diese Förderung soll sich nicht nur auf fachliche Kompetenzen beschränken, sondern sog. überfachliche Kompetenzen einbeziehen. Mit überfachlichen Kompetenzen sind neben den fachlichen weitere Kompetenzen aus anderen Bereichen gemeint, wie z.B. die sozialen oder die berufsspezifischen Kompetenzen.

Der folgenden Übersicht können Sie entnehmen, welche Kompetenzbereiche
bei der Kompetenzanalyse bewertet und gefördert werden sollen:

*   Methodische Kompetenz
* Soziale Kompetenz
* Personale Kompetenz
* Kulturtechnische Kompetenz
* Berufsspezifische Kompetenz
 

Eine individuelle Förderung setzt allerdings voraus, dass alle zu fördernden Kompetenzen aller fünf Bereiche bei jeder Schülerin und jedem Schüler zunächst möglichst objektiv bewertet werden, um in Erfahrung zu bringen, wie stark die einzelnen Kompetenzen bei jeder Schülerin und jedem Schüler ausgeprägt sind.
Auf diese Weise kann ein persönliches Kompetenzprofil für jede Schülerin und für jeden Schüler erstellt werden.
Dieses persönliche Kompetenzprofil bildet dann Ansatzpunkte für eine gezielte, individuelle Förderung in den fünf Kompetenzbereichen. In einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern und dem Klassenlehrer können dann weitere Maßnahmen besprochen werden.

Schauen Sie sich hier ein Beispiel für ein persönliches Kompetenzprofil an.

Wie läuft die Kompetenzanalyse ab?

Während der Kompetenzanalyse müssen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse insgesamt 8 Aufgaben lösen. Dabei handelt es sich um verschiedene Aufgabenstellungen, die entweder allein oder in Gruppen bearbeitet werden müssen.
Diese Aufgaben sind so gewählt, dass die Ausprägung einer bestimmten Kompetenz auch beobachtet und beurteilt werden kann. Soll beispielsweise die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler beobachtet und beurteilt werden, geschieht dies im Rahmen einer Gruppenaufgabe, deren Lösung es erfordert, dass die Schülerinnen und Schüler miteinander reden, um so gemeinsam zu einer Lösung der Problemstellung zu gelangen.
Um den Umgang mit dem Computer beobachten und beurteilen zu können müssen die Schülerinnen und Schüler z.B. eine Aufgabe mit dem Computer bearbeiten, wie z.B. einen Text formatieren. Diese Aufgabe erfolgt dann in Einzelarbeit.

Wie lange dauert die Kompetenzanalyse?

Für jede Aufgabe haben die Schülerinnen und Schüler etwa eine Schulstunde, also 45 Minuten Zeit. Insgesamt müssen 8 Aufgaben bearbeitet werden. Man benötigt also insgesamt 8 Schulstunden, um alle Aufgaben zu bearbeiten. Im Stundenplan der 7. Klasse wurde daher eine Stunde speziell für die Kompetenzanalyse eingeplant.
Die Bearbeitung der 8 Aufgaben erstreckt sich daher über einen Zeitraum von 8 Unterrichtswochen.
Da die Schüler einzeln beobachtet und beurteilt werden müssen, ist es nicht möglich, die Kompetenzanalyse mit einer kompletten Klasse durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler werden daher in 4er-Gruppen eingeteilt. Teilt man eine Klasse mit 20 Schülerinnen und Schüler in 4er-Gruppen auf so erhält man 5 Gruppen. Da jede der 5 Gruppen 8 Stunden für die Bearbeitung der Aufgaben benötigt, beträgt der Zeitaufwand für die Durchführung der Kompetenzanalyse also insgesamt etwa 40 Stunden.

Wie werden die Schülerinnen und Schüler bewertet?

Um eine möglichst objektive Beurteilung zu erhalten, wird jede Schülerin und jeder Schüler von zwei Lehrkräften beobachtet und beurteilt. Beide Lehrkräfte sind speziell für die Durchführung der Kompetenzanalyse ausgebildet. Beide Beurteilungen werden dann zu einer Lehrerbeurteilung zusammengefasst. Jede Schülerin und jeder Schüler wird auch im Rahmen von Gruppenarbeiten individuell bewertet.

Welche Ziele werden mit der Kompetenzanalyse verfolgt?

Da die Aufgaben der Kompetenzanalyse alle Kompetenzbereiche berücksichtigen, die für die berufliche Handlungskompetenz und für die damit verbundene berufliche Integration relevant sind, ist die Kompetenzanalyse ein wichtiges Element der Berufswegeplanung bzw. Berufsfindung.
Das Ergebnis der Kompetenzanalyse (das persönliche Kompetenzprofil) zeigt Stärken und Talente der Schülerinnen und Schüler aus dem überfachlichen Bereich auf und unterstützt die Schülerinnen und Schülerauch bei der Entwicklung realistischer Berufsvorstellungen. Auch für die Entscheidung für eines der drei Wahlpflichtfächer ab Klasse 8 (Gesundheit und Soziales, Natur und Technik, Wirtschaft und Informationstechnik) kann das Ergebnis herangezogen werden.

Weitere Ziele der Kompetenzanalyse:

*   Erfassung der überfachlichen Kompetenzen einer Schülerin / eines Schülers
* Wahrnehmung der Stärken einer Schülerin / eines Schülers
* Erkennen von Ansatzpunkten für die Erstellung individueller Förderangebote
* Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern als wichtige Partner im Lernprozess zur Ausbildungsreife.
 

Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden!

Letzte Aktualisierung: 23.11.2011
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